Elternverein zur Förderung der Montessori Pädagogik e.V., Bergisch Gladbach

Kindertagesstätten des Montessori Elternvereins e.V.

Pädagogische Arbeit

WICHTIGE KOMPETENZEN

Unsere pädagogische Arbeit steht unter dem übergreifenden Ziel, das Selbstwertgefühl der Kinder, ihr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, ihre Freude am eigenständigen Handeln und am Lernen zu stärken.

Folgende Kompetenzen haben in unserer pädagogischen Arbeit während der gesamten Kita-Zeit bis zum Übergang in die Schule eine leitende Funktion:
Personale Kompetenzen
  • positive Selbsteinschätzung, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten
  • eigenständiges Handeln, Übernahme von Verantwortung
  • optimistische Haltung, Neugier, Lernfreude
  • Strategien für Ängste, Enttäuschungen und Konflikte
  • u.a.
Soziale Kompetenzen
  • eigenen Platz in der Gruppe finden, Verantwortung für sich und andere übernehmen
  • Zuhören, sich in andere einfühlen (Empathie)
  • Eigene Meinungen vertreten und die anderer wahrnehmen
  • Geltende Regeln verstehen und anwenden
  • u.a.
Sachkompetenzen
  • Urteilsfähigkeit durch elementares Wissen (über sich selbst, Umfeld und dortigen Menschen)
  • Handlungsfähigkeit (Aneignen von theoretischem und praktischen Wissen und Können)
  • Freude an reicher Sprache, ausreichendes Sprachvermögen, Ausdrucksweise
  • Voraussetzungen für Erwerb der Kulturtechniken (Lesen, Schreiben und Rechnen)
  • u.a.
Lernmethodische Kompetenzen
  • Wissen um geeignete persönliche Arbeitstechniken, eigene Ziele, das eigene Können, die eigenen Kenntnisse (was lernt man wie)
  • Wissen, wo bzw. von wem man benötigte Informationen oder Hilfestellung erhält
  • Den eigenen Zeitbedarf einschätzen, sich die Zeit einteilen können
  • u.a.

UNTERSTÜTZUNG ZUM ERWERB DIESER KOMPETENZEN

Unser pädagogisches Handeln ist an den nachfolgenden Grundsätzen ausgerichtet. Es soll die Kinder zielgerichtet unterstützen, sich zu starken und eigenständigen Persönlichkeiten zu entwickeln. 

1. Die Kinder stärken: Das Vertrauen in die eigenen Kräfte unterstützen
Den Kindern etwas zutrauen

„Nichts kann den Menschen mehr stärken als das Vertrauen, das man ihm entgegenbringt“
- Paul Claudel

Kinder wollen eigenständig handeln. Wenn sie die Möglichkeit haben, ihren Entwicklungsvoraussetzungen angemessene Aufgaben zu übernehmen, wenn ihnen bei auftretenden Schwierigkeiten nicht durch vorschnelle Hilfe das Heft des Handelns aus der Hand genommen wird, gewinnen sie Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und lernen eigenverantwortlich zu handeln.

Das Kind in seiner Individualität wertschätzen und begleiten

„Jedes Kind ist ein Kunstwerk“
- Erzieherin

Vertrauensvolle und verlässliche Beziehungen helfen Kindern, Zutrauen in die Welt und in den Erfolg des eigenen Handelns zu entwickeln. Wenn ein Kind erlebt, dass es in seiner Einmaligkeit wahrgenommen und wertgeschätzt wird, gelingt es ihm leichter, ein positives Bild von sich selbst zu entwickeln.


Soziale Erfahrungen unterstützen und verarbeiten helfen

Mit zunehmenden Alter bekommen die Beziehungen in der Kindergemeinschaft eine immer größere Bedeutung für das Bild des Kindes von sich selbst und von der Welt.
Wenn Beziehungen und Konflikte in der Kindergruppe thematisiert und die Kinder darin unterstützt werden, ihre Gefühle, Wünsche und Meinungen klar zum Ausdruck zu bringen, dann hilft das ihnen, sich in ihr Gegenüber hineinzuversetzen. Gefühle können dann besser verstanden, wechselnde Bevorzugungen und zeitweise Ablehnung besser verarbeitet werden.

2. Für eine anregende Lernkultur in der Kita sorgen
Das Fragen, Forschen und Entdecken der Kinder unterstützen

Kinder sind von Natur aus lernbegierig. Von Anfang an sind sie bestrebt, sich mit allen Sinnen ihre Welt anzueignen. Kinder müssen nicht zum Lernen gebracht werden; sie können gar nichts anders als zu lernen.

Alltagssituationen als Bildungsmöglichkeit nutzen

Kinder lernen vor allem, wenn sie ihren ganz normalen Alltag bewältigen und dabei eigene Entscheidungs- und Handlungsmöglichkeiten erproben können. Das gemeinsame Leben in der Kita bietet hierzu viele Möglichkeiten.

3. Der Sprachentwicklung der Kinder besondere Aufmerksamkeit widmen

„Sprache ist der Schlüssel zur Welt“

Ausreichende Sprachkompetenz ermöglicht es den Kindern, sich anderen Kindern und Erwachsenen in ihrem Empfindungen und Absichten verständlich zu machen und diese zu verstehen, sich aktiv zu beteiligen und sich in verschiedenen Bereichen neue Begriffe zu erobern. Sprache entwickelt sich primär im Handeln und in der Verständigung darüber – nicht in sprachlichen Trainingsprogrammen.

Für eine alltagsintegrierte, ganzheitliche Unterstützung der Sprachentwicklung brauchen die Kinder:
  • vertraute, verlässliche Beziehungen
  • einen anregungs- und erfahrungsreichen Alltag
  • eine anregende, reichhaltige Kommunikations- und Gesprächskultur
  • Partizipation: Erfahrungen, dass mit Sprechen etwas bewirkt werden kann